Aktive Schiffe
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Der deutsche Marineschlepper Spiekeroog (A 1452) ist eines von sechs von 1965-71 für die Bundesmarine gebauten Schiffen der Wangerooge-Klasse (Klasse 722). Diese Klasse war primär als Bergungs- und Hochseeschlepper gedacht. Sie können auch als Zielschlepper, zur Bergung von Übungstorpedos und als Eisbrecher verwendet werden. Aktuell ist nach der Außerdienststellung der Wangerooge 2022 nur noch Spiekeroog als Schlepper bei der Deutschen Marine in Dienst, zwei dienen als Taucherschulschiffe und einer fährt inzwischen für die uruguayische Marine. Für die Deutsche Marine sollen als Ersatz gebrauchte ehemals zivile Schlepper gekauft werden, der erste, die ehemalige Rota Endurance, wurde bereits beschafft und als Rügen in Dienst gestellt.
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Die deutsche Fregatte Hessen (F221) ist die dritte Einheit der 1999 bis 2006 gebauten Sachsen-Klasse (Klasse 124). Die drei Schiffen sind die leistungsfähigsten Flugabwehrschiffe der Deutschen Marine und ersetzten die drei Zerstörer der Lütjens-Klasse. Die Flugabwehr besteht aus einem weitreichenden SMART-L-Radar, ein passiver phasengesteuerter Radar, dem APAR-Radar, ein aktiver phasengesteuerter Radar zur Zielverfolgung und Feuerleitung, sowie einer Kombination von drei Flugabwehrraketen: SM-2 (große Reichweite), ESSM (mittlere Reichweite) und RAM (Nahbereich). Die Fregatten verfügen außerdem über die Fähigkeit Schiffe und U-Boote zu bekämpfen. In den 2030ern ist der Ersatz der drei Fregatten der Klasse 124 durch Klasse 127 geplant, von der sechs Schiffe gebaut werden sollen.
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Marineschlepper Knechtsand (Y 814) und Scharhörn (Y 815) gehören zur Klasse 725 (Nordstrand-Klasse), von der 1986-90 sechs Einheiten für die Bundesmarine gebaut wurden. Die Klasse 725 ersetzte die Klasse 723 (Lütje-Hörn-Klasse) als Hafenschlepper für die verschiedenen Stützpunkte. Sie wurden in zwei Losen gebaut. Ursprünglich sollten 15 Schlepper der Klasse gebaut werden, um alle älteren Schlepper zu ersetzen. Wegen der Übernahme von Schleppern der Volksmarine und der Reduzierung der Zahl der Stützpunkte wurden nur sechs gebaut. Die Schlepper der Klasse 725 sind durch zwei Voith-Schneider-Propeller sehr manövrierfähig (deshalb in der Lage ein Schlepperballett aufzuführen). Sie sind auch mit einer Feuerlöschkanone ausgerüstet.
Weiterlesen: Schlepperballett: Knechtsand und Scharhörn in Wilhelmshaven
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Das Forschungsschiff RV Simon Stevin ist neben der neuen Belgica das kleinere der beiden belgischen Forschungsschiffe. Es wird vom Forschungsinstitut Vlaams Instituut voor de Zee (VLIZ) betrieben. Es dient für alle Disziplinen der Meeresforschung, darunter Fischereiforschung, Meeresbiologie, -physik, -geologie, -geographie, -chemie - und -archäologie. Es wurde für den Einsatz in küstennahen Gewässern entworfen, d.h. in der südlichen Nordsee und im Kanal. Der Entwurf ist eine Weiterentwicklung der walisischen RV Prince Madog. Simon Stevin wurde 2011-12 von Damen in Galati und Stellendam gebaut und fährt seit 2012 für das VLIZ von Oostende aus.
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Das Transportschiff USNS Bob Hope (T-AKR-300) ist das Typschiff einer Klasse von sieben 1993-2001 gebauten Transportschiffen, die als RoRo-Schiffe für den Transport von militärischen Fahrzeugen ausgelegt sind. Es können über 1000 Fahrzeuge, 13.260 t Fracht und 300 Soldaten transportiert werden. Zur Be- und Entladung steht eine große Rampe achtern und seitliche Rampen sowie zwei Paare von Kränen zur Verfügung.
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Der südkoreanische Landungsträger Marado (마라도, LPH-6112) ist das zweite Schiff der Dokdo-Klasse. Es wurde 2017-21 gebaut, deutlich nach dem Typschiff Dokdo, das 2005-07 gebaut wurde. Beide Schiffe sind als Landungsträger ausgelegt und können Truppen mit mitgeführten Hubschraubern, Luftkissenfahrzeugen bzw. Landungsbooten anlanden. Marado unterscheidet sich vom Typschiff durch andere Radaranlagen (MF-Star und SPS-550K statt SMART-L und MW08) und eine modifizierte Eigenbewaffnung (Phalanx und K-VLS statt Goalkeeper und RAM).
Weiterlesen: Südkoreanischer Landungsträger Marado in Gladstone
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Die deutsche Fregatte Hessen (F221) ist eines von drei Schiffen der 1999 bis 2006 gebauten Sachsen-Klasse (Klasse 124). Die Klasse wurde als Flugabwehrschiffe als Ersatz für die Lütjens-Klasse im Rahmen der Trilateral Frigate Cooperation zusammen mit den Niederlanden und Spanien entworfen, wobei die Sachsen-Klasse sich von den anderen beiden Klassen - De Zeven Provinciën (LCF) und Álvaro de Bazán (F100) - deutlich unterscheidet. Die Sachsen-Klasse wurde aus der Brandenburg-Klasse (Klasse 123) entwickelt und gehört wie diese zu den MEKO-Entwürfen. Sie unterscheidet sich aber durch die leistungsfähigeren Radargeräte, Senkrechtstarter mit doppelt so vielen Zellen, die Fähigkeit weiterreichende SM-2-Flugabwehrraketen einzusetzen sowie durch Aufbauten, deren Form stärker für eine reduzierte Radarsignatur optimiert sind. Die Sachsen-Klasse soll in den 2030ern durch die Klasse 127 ersetzt werden.
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Das Zollboot Jade gehört zu den sechs Booten der Glückstadt-Klasse (28-m-Zollboote). Es wurde 1998 von Schweers in Bardenfleth gebaut und hieß ursprünglich Hohwacht. 2011 wurde es in Jade umbenannt. Wie bei einem Seenotrettungskreuzer wird achtern in einer Heckwanne ein Tochterboot mitgeführt.
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Der Kabelleger Connector fährt für die belgische Reederei Jan De Nul. Kabel und Rohre können bis zu einer Tiefe von 3000 m verlegt werden und insgesamt 9000 t Kabel können auf zwei Trommeln mitgeführt werden. Zur Unterstützung des Kabellegens dienen zwei große Kräne und zwei mitgeführte ferngesteuerte Unterwasserfahrzeuge.
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Bad Düben (BP 83) ist eines der Hochseepatrouillenschiffe der seit 2017 für die Bundespolizei im Bau befindlichen Potsdam-Klasse. Diese Klasse, auch Typ OPV 86 genannt, ist eine Weiterentwicklung des OPV 80 von Fassmer, von dem 2007-17 bisher vier Schiffe für die chilenische Marine (Piloto Pardo-Klasse) und drei für die kolumbianische Marine (20 de Julio-Klasse) gebaut wurden. Die Potsdam-Klasse ist etwas größer als der Typ OPV 80. Bisher wurden von der Klasse Potsdam, Bamberg, Bad Düben und Neustadt gebaut, weitere zwei Schiffe sind geplant.